Kinderneurologie-Hilfe Frankfurt Rhein-Main e.V.

Kinderneurologie-Hilfe stärkt Fallmanagement mit Vollzeitstelle

Fabienne van Vliet leitet ab sofort den Bereich Diagnostik und Neurorehabilitation.

Aufgrund des anhaltend hohen Bedarfs an professioneller neuropsychologischer Diagnostik und ambulanter Neurorehabilitation nach einer Schädel-Hirnverletzung hat die Kinderneurologie-Hilfe Frankfurt Rhein-Main jetzt eine Vollzeitstelle im Bereich Fallmanagement eingerichtet. Mitte Juli hat die Neuropsychologin Fabienne van Vliet die Verantwortung für diesen Bereich übernommen. Die gebürtige Holländerin bringt umfangreiche Erfahrungen auf dem Gebiet der Kinder- und Jugendpsychiatrie mit. Sie hat unter anderem am Lucertis in den Niederlande gearbeitet, eine auf Kinder und Jugendliche spezialisierte Einrichtung mit 21 Niederlassungen und mehr als 10.000 Patienten jährlich. Fabienne van Vliet hat in Bogota und Amsterdam Psychologie studiert und mit Diplom abgeschlossen. Hinzu kommen zwei Master Abschlüsse, in klinischer Neuropsychologie und auf dem Gebiet der kognitiven Neuropsychologie.

Auf den Patienten abgestimmte Rehabilitationsprogramme

Die Kinderneurologie-Hilfe stellt eine durchgängige Rehabilitation über Sektoren, Fachgebiete und Kompetenzen hinweg sicher. Ein Vorgehen, das als Fallmanagement bezeichnet wird. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf den nach einer Schädigung noch vorhandenen Ressourcen und nicht ausschließlich auf den Defiziten. Aufgrund seiner Plastizität ist unser Gehirn fähig, nach einer Verletzung wieder neue neuronale Strukturen zu bilden und Kompetenzen neu zu erlernen. Dies setzt jedoch den frühzeitigen Beginn eines speziell auf den Patienten abgestimmten Rehabilitationsprogramms voraus, das klare Ziele definiert, deren Erreichung regelmäßig überprüft wird. Um die Entwicklung und Steuerung dieser maßgeschneiderten Programme, die auch das Umfeld des Patienten berücksichtigen, kümmert sich das interdisziplinäre Betreuungsteam der Kinderneurologie-Hilfe.

Die Aneinanderreihung von Therapien ist keine Rehabilitation

„Unsere Patienten müssen häufig fast alles neu lernen“, erklärt die Vorsitzende der Kinderneurologie-Hilfe Claudia Müller-Eising. „Um das zu steuern, benötigt man neuropsychologisch ausgebildete Therapeuten und Ärzte. Die bloße Aneinanderreihung von Therapien ist keine Rehabilitation“. Mit Frau van Vliet steht der Kinderneurologie-Hilfe eine hochqualifizierte Mitarbeiterin zur Verfügung, die ab sofort gemeinsam mit Fachärzten, Therapeuten und den Krankenkassen eine optimale Betreuung der jungen Patienten nach der Akutphase gewährleisten wird. „Wir sind sehr stolz, dass sie sich für uns als Arbeitgeber entschieden hat“, betont Claudia Müller-Eising.

Über die Kinderneurologie-Hilfe

Die Kinderneurologie-Hilfe Frankfurt Rhein-Main (KNH) wurde 2010 von Dr. Claudia Müller-Eising ins Leben gerufen und hat es sich zur Aufgabe gemacht, die therapeutische Nachsorge für Schädel-Hirnverletzte Kinder und junge Erwachsene im Rhein-Main-Gebiet zu verbessern. Hierzu betreibt der Verein eine Beratungsstelle im Carlshaus in Frankfurt am Main.

In enger Kooperation mit den behandelnden Akutkliniken, den niedergelassenen Kinderärzten und Neurologen leistet die KNH eine neuropsychologische Diagnostik auf Basis zeit- und altersgemäßer Testbatterien. Auf dieser Grundlage wird ein individuelles Rehabilitationsprogramm entwickelt und im Sinne eines Fallmanagements umgesetzt. Darüber hinaus berät die KNH die Betroffenen und ihre Angehörigen und begleitet den Reintegrationsprozess. Im Einzelfall führt die KNH auch die Ver- handlungen mit den Kostenträgern und dem medizinischen Dienst.

Die Pressemitteilung als PDF-Dokument zum Download.

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Der F.A.Z.-Artikel „Schön, dass Mama wieder da ist” von Stefan Locke vom 6.7.2014 schildert den Fall einer Betroffenen und gibt einen Einblick in die Arbeit der Kinderneurologie-Hilfe Frankfurt Rhein-Main.

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der Kinderneurologie-Hilfe Frankfurt Rhein-Main e.V.
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